Max Doemges
Siegfried Doemges
Habischried

Siemens-Erholungsheim Habischried 1975

GESCHICHTE

Als sich der gebürtige Rheinländer Max Dömges, der Vater von Siegfried Dömges, 1946 in Regensburg selbstständig machte, war er vor allem als Werksarchitekt der Messerschmitt GmbH bekannt. Als Fachmann für Industriebauten erhielt er in den 1950er-Jahren unter anderem Aufträge von Siemens und den Milchwerken Regensburg. Dazu kamen Wohnbauten und Geschäftshäuser.
Bis dahin entwickelte sich das Büro Dömges wie viele andere Architekturbüros. Doch Mitte der 1960er-Jahre sorgten zwei „Paukenschläge“ dafür, dass der Name Dömges plötzlich in der Stadt und weit darüber hinaus bekannt wurde. Max und Siegfried Dömges gewannen einen der beiden ersten Preise beim Wettbewerb für den Bau der Universität Regensburg und sie bekamen die Planung und Bauleitung der Mensa sowie die Bauleitung für weitere Gebäude im Zentralbereich.
Etwa zeitgleich baute Siegfried Dömges in Habischried (Landkreis Regen) ein Erholungsheim für Siemens-Mitarbeiter. Er plante einen flachen, geschwungenen Bau, der sich sehr harmonisch in die Hügellandschaft am Fuße des Geißkopfes einfügte und deckte ihn mit dem damals größten Holzschindeldach der Welt. Das Gebäude erregte so viel Aufsehen, dass es sogar in der japanischen Fachpresse besprochen wurde.

„Denn letztlich geht es um die Frage, ob unsere Architektur mit den Gebäuden, die Jahrhunderte alt sind und immer noch gut aussehen, mithalten kann.“

1977 richtete Siegfried Dömges sein Büro in seinem neu erbauten Privathaus in der Rauberstraße ein und unterhielt ab 1984 eine Zweigstelle in der Glockengasse. Nicht ohne Grund, denn in dieser Zeit  begann die große Zeit der Altstadtsanierung.
Ein großes Projekt war damals das Geviert zwischen Bismarckplatz, Glockengasse und Gesandtenstraße für das Haus Thurn & Taxis. Im Laufe der Zeit setzte Dömges weitere bekannte Regensburger Bauwerke instand, zum Beispiel das Goldene Kreuz (1981 und 2004), den Salzstadel (1987-1992) oder den Hauptbahnhof (2002-2005).
Das breite Portfolio des heutigen Architekturbüros vervollständigte sich in den 1980er- und 1990er-Jahren. Das Mitarbeiterteam sammelte Erfahrungen im Schul- und Hochschulbau – die heute zu einem der Schwerpunkte unserer Tätigkeit geworden sind. So konnten im Rahmen der „Offensive Zukunft Bayern“ gleich zwei Hochschulbauten realisiert werden, 1995-1998 der Fachbereich Maschinenwesen und Umwelttechnik der Hochschule Amberg sowie 1996-1999 die Fakultät für Angwandte Naturwissenschaften der Universität Bayreuth.
Mit dem ersten Preis für den Neubau der Justizvollzugsanstalt in Weiden hat sich das Büro seit 1979 eine weitere Kernkompetenz erschlossen. Weitere Justizvollzugsanstalten, wie z. B. in Gräfentonna, Stralsund, Gablingen - um nur einige zu nennen - folgten, so dass die Dömges AG heute zu den führenden Büros im Justizbau zählt.
Wichtige Aufträge für das Büro waren - nach gewonnen Wettbewerben - die beiden Bankgebäude in Regensburg für die Hypobank 1991-1995 und die Zentrale der Sparkasse 1991-1994.

1991 trat Robert Fischer in eine Partnerschaft mit Siegfried Dömges ein. Das Büro firmierte ab diesem Zeitpunkt als Dömges+Partner Architekten GbR.

2005 musste sich Siegfried Dömges aus gesundheitlichen Gründen aus dem operativen Geschäft zurückziehen. Es wurde die Dömges Architekten AG gegründet, in die Thomas Eckert als weiterer Gesellschafter eintrat. Siegfried Dömges wechselte als Vorsitzender in den Aufsichtsrat.

Das Büro beschäftigt aktuell ca. 53 Mitarbeiter und hat sich neben dem Kerngeschäft mit der Planung von Gebäuden in nahezu allen Sparten auch im Bereich des Städtebaus zu einer nennenswerten Grösse im ostbayerischen Raum entwickelt. 

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