VGV-Verfahren gewonnen: Besucherservicezentrum an der Walhalla in Donaustauf
Ein Ort, der Respekt verlangt – unser Ansatz
Wer die Walhalla kennt, kennt diesen Moment: der Aufstieg durch den Wald, dann öffnet sich der Blick – und oben steht sie, kraftvoll und selbstverständlich über dem Donautal. Ein Ort mit architektonischer Präsenz und historischer Bedeutung.
Umso mehr freuen wir uns, dass wir das VGV-Verfahren für das geplante Besucherservicezentrum erfolgreich für uns entscheiden konnten.
Die Aufgabe verlangt Respekt vor einem der bedeutendsten klassizistischen Denkmäler Deutschlands – und zugleich eine zeitgemäße Antwort auf die Anforderungen von jährlich rund 160.000 Besucherinnen und Besuchern. Unser Entwurf versteht das neue Gebäude bewusst als dienende Infrastruktur: Es organisiert Ankunft, Information und Aufenthalt, ohne in Konkurrenz zur ikonischen Architektur zu treten. Maßstäblichkeit, Zurückhaltung und funktionale Klarheit prägen die architektonische Haltung. Durch die sensible Positionierung nördlich des Denkmals bleibt die landschaftliche Wirkung der Walhalla unangetastet.
Besucherführung, Funktion & Nachhaltigkeit
Die Besucherführung wird klar strukturiert, Servicebereiche werden gebündelt und barrierefrei erschlossen, betriebliche Abläufe sind konsequent getrennt. Das Raumprogramm umfasst Ticketing, Shop, museumspädagogische Flächen und Gastronomie mit Freisitz.
Nachhaltigkeit ist integraler Bestandteil des Konzepts: Der Neubau ist im Passivhausstandard vorgesehen, mit regenerativer Wärmeversorgung, langlebiger Technik und natürlichen Lüftungssystemen. So entsteht ein wartungsarmes, ressourcenschonendes Gebäude, das den Anforderungen heutiger Besucher gerecht wird.
Ein wichtiger Schritt für die Zukunft
Mit dem gewonnenen Lösungsvorschlag ist ein entscheidender Schritt für die Weiterentwicklung des Standorts getan. Wir freuen uns darauf, diesen besonderen Ort mit großer Sorgfalt weiterzudenken – im Einklang mit Denkmal, Landschaft und den Bedürfnissen der Besucher.
Es wird ein Ort zum Verweilen und Austausch mit Ausblick für die Besuchenden einerseits und für Technik und Funktion des Gebäudes andererseits entstehen.
